Demokratie und Korruption!

 

Je mehr Korruption in einem Land herrscht, je schlechter steht es mit der Demokratie!

Durch Korruption – eine Hand wäscht die andere – verwickeln sich solche Kreise in immer mehr Verschleierungen der Realität und müssen immer mehr schweigen und lügen. Das Volk wird an der Nase herumgeführt,  indem die Informationen der Medien kontrolliert werden. Wer die Wahrheit sagt, wird ausgegrenzt, verleumdet und immer brutaler der Existenz beraubt. Über kurz oder lang endet ein korruptes System in einer Diktatur.

 

In einer Diktatur werden laufend neue Gesetze ersonnen, mit denen man ein Volk unterdrücken kann. Gesetze aber müssen durchgesetzt werden und erfordern eine immer grössere Administration mit einem Heer von Überwachungspersonal. Die Wirtschaft muss sich einem Berg von Vorschriften unterziehen, die nicht nur eine enorme Bürokratie sondern auch eine Verteuerung der Produkte nach sich ziehen und Kreativität und Innovation ersticken.

 

Man verrichtet die täglichen Arbeiten streng nach Vorschrift und wird zum gedankenlosen Roboter. Alles läuft militärisch ab, man hat nicht zu denken, sondern nur das zu tun, was einem gesagt wird. Ein solches Verhalten manifestiert sich auch in Grossbetrieben bei uns. Da macht man sich als denkender Mensch unbeliebt. Je grösser ein Betrieb, je konsequenter die hierarchische Ordnung, also Diktaturen im kleinen Rahmen. Solche Gegebenheiten sind anderseits dann auch ein günstiger Nährboden für Misswirtschaft und Korruption, weil kostenbewusstes Handeln eben Mitdenken und Eigenverantwortung erfordert.

 

Besonders anfällig für solche Fehlentwicklungen sind also grosse Gebilde, die unübersichtlich werden. Der Kopf steht auf einem immer grösser und dicker werdenden Bauch und sieht seine Füsse nicht mehr. Wenn ein Staat immer mehr Gesetze und Vorschriften erlässt, bläht er sich auf, die Linke weiss nicht mehr, was die Rechte tut, die Arbeitsabläufe werden unübersichtlich, die man dann meistens mit  mehr Personal „löst“.

 

Der schweizerische Staat funktionierte früher ohne UNO-, WTO-Mitgliedschaft und ohne enge Bindung an die EU, etc. viel effektiver und kostengünstiger. Alles war  überschaubarer ohne Experten für alles Mögliche, die ohnehin auch nicht mehr durchblicken. So wird ein Staatsgebilde zwangsläufig immer undemokratischer. Den Beweis liefern die Mitteparteien, welche kritische Denker als unangepasst und unkonstruktiv ausgrenzen wollen. Sie glauben, für sie brechen so goldene Zeiten herein und merken in ihrer Einfältigkeit nicht, dass sie sich selber überflüssig machen. In einer Diktatur braucht es keine Parlamentarier, nur noch stumpfsinnige Roboter.

 

Wie weit es in unserem Lande bereits mit der Korruption steht, kann sich der geneigte Leser selbst an den Fingern abzählen. Grossbetriebe und deren grüne Economielakaien sind da sehr gute Lehrmeister.

 

Johanna Haidvogl, Gelterkinden

20.5.2010