Drohnen statt Jets
Wir dürfen mit Sicherheit annehmen, dass Korpskommandant Roland Nef einige Umstellungen vorschlagen wird und wir auf ihn zählen können. Die Frage ist, ob er nun über eine Selbständigkeit verfügt, die ihm zum Beispiel erlaubt, Auslandeinsätze abzustellen oder Massnahmen zu ergreifen, welche die Abstimmung vom 24. Februar 2008 zu dämpfen vermögen.
Den Armeeabschaffern passt die Forderung von Franz Weber genau richtig ins Programm ihrer „Salamitaktik“. Der Fluglärm ist ihnen neben den Toten mit dem Sturmgewehr ebenso gleichgültig. Wenn dabei nur wieder ein Haar in ihre Suppe fällt.
Die Armeeleitung hätte es mit dem neuen Armeechef Roland Nef in der Hand, noch vor der Abstimmung einige geplante Änderungen bekannt zu geben. In Anpassung an die notwenige neue Verteidigungsstrategie durch Erkenntnisse über neuartige Angriffswaffen stehen wesentliche Änderungen ins Haus.
Auch unsere Armee muss die neuen Gefahren, die von Langstreckenraketen ausgehen, die mit Marschflugkörpertn bestückt sind, berücksichtigen. Wie weit da noch Kampfflugzeuge nützlich sind, ist die grosse Frage. Es müssten eigentlich keine neuen Kampfflugzeuge gekauft werden, wenn die F/A-18 erst einmal revidiert sind.
Der Luftraum muss auch nicht verteidigt, sondern nur überwacht werden. Dafür würden Drohnen genügen. Die letzte und schnellste Generation Kampfflugzeuge (Eurofighter) könnte übersprungen werden. Damit erübrigen sich dann auch die Trainings im Ausland. Der Fluglärm müsste zwar noch für ein paar Jahre ertragen werden. Die Zukunft aber liegt in unbemannten Kampfdrohnen. Kurz gesagt, die Ausrüstungen auch unserer Armee muss in immer kürzeren Abständen neuen Strategien mit entsprechend neuen Waffen abgepasst werden. Solange ausländische Kampfflugzeuge bei uns Lärm verursachen, müsste man aber Franz Weber zustimmen.
Heinrich J. Schmid, Dornach
9.1.2008