Politik und Wirtschaft im Dienste der Menschen!
Die meisten Menschen könnten ohne viele Gesetze in Frieden und zufrieden leben, wenn sich sowohl die Politik also auch die Wirtschaft in den Dienst der Menschheit stellten.
Die Wirtschaft handelt in sozialer Verantwortung und hat die Möglichkeit, die Politik, sollte sie wie auch immer überborden, in die Schranken zu weisen. Die Politik anderseits gibt Rahmenbedingungen vor, die die Wirtschaft zu sozialer Verantwortung verpflichten.
Wenn so ein System funktionieren soll, sind Nationalstaaten unabdingbar. Die Wirtschaft kann sich durchaus global betätigen, aber die Nationalstaaten haben die Pflicht, Rahmenbedingungen durchzusetzen, die die soziale Verantwortung und die lebensnotwenige Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Ausserdem sind die Nationalstaaten für eine Infrastruktur verantwortlich, die für Volk und Wirtschaft unabdingbar und erschwinglich sind. Dabei ist es egal, wer sie zur Verfügung stellt und betreibt. Der Staat überwacht die Pflichten von Volk und Wirtschaft, Volk und Wirtschaft überwachen die Pflichten des Staates.
Um diese Bedingungen optimal umzusetzen, stehen alle Bürger gleichermassen in der Pflicht. Pflichten kann man nur erfüllen, wenn die entsprechenden Rechte gegeben sind, d.h. das Volk muss mitreden und mitdenken können und auch dazu angehalten werden. Dies setzt zudem voraus, dass die Politik die Bedürfnisse der Wirtschaft und umgekehrt kennt. Was eignet sich dazu besser als ein Milizsystem, das nicht nur vom Volk gewählt sondern auch dauernd überwacht wird?
Da die Menschen über verschiedene Kulturen, Sprachen, Umweltbedingungen etc. verfügen, müssen die nötigen Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden, d.h. was eignet sich besser als ein föderales System mit überschaubaren Einheiten?
Damit wären wir wieder bei den Grenzen, die es in jeder Hinsicht braucht, so dass nichts überborden kann und somit ein labiles Gleichgewicht einigermassen gesichert bleibt.
Es ist höchst unverständlich, wenn eine schweizerische Einrichtung, die, wie die Geschichte zeigt, nicht in jedem Fall ideal funktioniert aber sich dennoch als optimal für Volk und Wirtschaft herausstellt, nicht gegenüber dem Ausland verteidigt, ja sogar dieses nicht ermuntert, ähnliches anzustreben. Dazu muss die Schweiz nicht der EU beitreten, sondern die EU muss sich entfilzen und entbürokratisieren, d.h. föderal werden. Die einzelnen Länder müssen mehr Verantwortung für sich selber übernehmen und eigenständig Ziele erreichen und sich vorgeben. Was für die Finnen gut ist, muss nicht für die Italiener gelten. Es muss auch nicht überall alles gleich teuer oder alles gleichermassen vorhanden sein.
Mehr Selbstbewusstsein und Stolz auf unsere Heimat wäre im Umgang mit andern Nationen angebrachter, als sich unterwürfig und schwach zu zeigen, nur weil wir ein kleines Land sind.
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden
1.5.2007