Die Kehrseite des Versicherungswahns

 

Es ist eine Eigenart der Sozialdemokraten, die Menschheit zwangsweise für alles Mögliche zu

versichern. Sie geben vor, das sei alles zum Wohle und Sicherheit für das Volk. Denkt man aber diesen Versicherungswahn in aller Konsequenz durch, stellt man fest, dass die Finanzmisere, in der heute die ganze Welt steckt, unter anderem damit zusammenhängt.

 

Die Versicherungen sind für jeden Betrieb -  vor allem aber für die KMUs -  eine erhebliche Belastung. So werden nicht nur die Produkte verteuert und die Löhne vermindert, sondern jährlich Milliarden der Wirtschaft entzogen, die irgendwie wieder zinsbringend investiert werden müssen. Irgendwann ist der entsprechende Markt gesättigt. Was liegt dann näher, als laufend neue Anlagemöglichkeiten zu erfinden. So sind die Börsen zu regelrechten Spielkasinos verkommen. Es hat sich ein wunderbares Eldorado für Spekulanten aufgetan.

 

Nach Einführung der obligatorischen Pensionsversicherung sind in der Schweiz die Bodenpreise in die Höhe geschnellt. Die Versicherungen mussten diese Gelder anfangs sogenannt mündelsicher anlegen und kauften deshalb Land zu irren Phantasiepreisen zusammen. Als dies volkswirtschaftlich nicht mehr zu verantworten war, ging man dazu über, mit Pensionskassengeldern Wertpapiere zu kaufen. Die Nachfrage wurde immer grösser und ebenso die Versuchung, Angebote zu kreieren bis schliesslich die entstandenen Spekulationsblasen platzten. Die Verluste der Pensionskassen gehen allein in der Schweiz in die Milliarden. Die Dummen dabei sind nicht nur diejenigen, die mit einem finanziell gesicherten Lebensabend rechnen, sondern alle Steuerzahler, weil diese nun die entstandenen Löcher von Banken und indirekt auch von den Versicherungen mit allen möglichen Rettungspaketen stopfen müssen.

 

Ich habe hier nur die Pensionskassen als Beispiel erwähnt. Versicherungen bedeuten in erster Linie ein lukratives Geschäft für die Versicherer und in der Folge der Banken und erst in letzter Linie für die Versicherten. Wir haben aber zahlreiche obligatorische Versicherungen zu bezahlen und alle arbeiten nach dem gleichen Strickmuster. Ausserdem hat es sich eingebürgert, seine Sparbatzen den Banken anzuvertrauen, wo sie angeblich am sichersten sind  und Zins tragen. Wer sie im berüchtigten Sparstrumpf aufbewahrt, macht sich lächerlich und ist von vorgestern. Nachdem unsere Landesregierung nun das Bankgeheimnis leichtfertig aufzugeben trachtet, dürften Sparstrümpfe wieder in Mode kommen. Man wird gerade so viel Geld auf die Bank tragen, um die laufenden Zahlungen abwickeln zu können.

 

Wer sich auf andere verlässt, wird verlassen! Wer sich, statt eigenverantwortlich zu handeln und an die Zukunft zu denken, auf andere verlässt, muss trotzdem selber sehen, wie er/sie sich dereinst durchwursteln kann.

 

Wenn Versicherungen nicht obligatorisch sind, steht es jedermann frei sich individuell zu versichern. Die Versicherer müssen sich dann aber um Kunden bemühen und Vor- und Nachteile offenlegen. Ferner fliessen ihnen nicht automatisch einfach regelmässig Zwangspämien zu, an denen sie sich in erster Linie selber bedienen können. Pompöse Neubauten und astronomische Managergagen liegen dann nicht mehr so leicht drin, weil der Markt mehr individuelle Anstrengungen abverlangen würde. Der Schwindel mit dem Markt zeigt sich auch bei den Krankenversicherern. Die Prämien steigen, die Kundenfreundlichkeit sinkt. Individuelle  Leistungen sind  gegen sehr hohe Prämien zu haben. Wenn sich die Zuwanderung einmal so richtig eingebürgert hat, werden unsere „Sozialwerke“ kaum mehr sozialerträglich finanzierbar. In der Folge kürzt man die Leistungen und erhöht die Prämien. müssen.

 

Fazit: Wer Verantwortung delegiert, wird dirigiert und verliert über kurz oder lang die Mitbestimmung.

Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden

5.3.09