Sind wir alle lebensmüde?
Am 15. August l871 nun schrieb der souveräne Grossmeister des Altertümlichen und Anerkannten Schottischen Ritus der Freimaurerei in Amerika, Albert Pike, einen Brief an seinen Logenbruder, den italienischen Freiheitskämpfer Giuseppe Mazzini, in welchem er einen Plan zur Welteroberung durch die Loge niederlegte. Das Schreiben enthielt einen Stufenplan, welcher über drei Weltkriege führte.
Die ersten beiden Weltkriege haben wir bereits hinter uns, weshalb ich darüber keinen weiteren Kommentar abgeben will, obwohl – liest man die belegte Literatur gewisser Autoren – auch dazu einiges zu sagen wäre. Die offiziellen Historiker sind offenbar auch nicht mehr das, was sie einmal waren, nämlich unabhängig, unbefangen und mutig genug, um die Realitäten zu beschreiben statt sie zu verschweigen.
Der dritte Weltkrieg sollte durch produzierte Meinungsverschiedenheiten zwischen den Zionisten und den Arabern hervorgerufen werden. Wie der Brief weiter sagt, planten die Illuminati im Schlussszenario „die Nihilisten und Atheisten los(zu)lassen; wir werden einen gewaltigen gesellschaftlichen Zusammenbruch provozieren, der in seinem ganzen Schrecken den Nationen die Auswirkung von absolutem Atheismus, dem Ursprung der Grausamkeit und der blutigsten Unruhen, deutlich vor Augen führen wird. Dann werden die Bürger - gezwungen, sich gegen die Minderheit der Revolutionäre zu verteidigen - jene Zerstörer der Zivilisation ausrotten, und die Mehrheit wird, gottgläubig wie sie sind, nach der Enttäuschung durch das Christentum und daher ohne Führung, besorgt nach einem neuen Ideal Ausschau halten, ohne jedoch zu wissen, wen oder was sie anbeten sollen. Dann sind sie reif, das reine Licht durch die weltweite Verkündung der wahren Lehre Luzifers zu empfangen, die endlich ans Licht der Öffentlichkeit gebracht werden kann. Eine Manifestation, die ein Ergebnis der allgemeinen reaktionären Bewegung sein wird, die auf die Vernichtung des Christentums und Atheismus folgen wird.“
Wenn dieses seherische Dokument wirklich in Erfüllung gehen sollte, dann nur deshalb, weil die christlichen Kirchen nicht bereit sind, sich auf die wichtigsten Grundgedanken zurückzubesinnen, nämlich den Tanz um das goldene Kalb aufzugeben und sich zu überlegen, was für das Überleben der Menschen wirklich wichtig ist. Wir brauchen eine Ethik, die nicht auf Macht durch reinen Materialismus – genannt freie Marktwirtschaft – beruht, sondern eine schöpferische Kultur, die diese Bezeichnung verdient. Hat nicht auch der Wettbewerb seine Grenzen? Müssen wir wirklich dauernd neue Produkte auf den Markt bringen und dabei jedes Jahr Berge von unverkauften, ungebrauchten, sogenannt veralteten, Produkten vernichten? Verschleudern wir dadurch nicht zwangsläufig Unmengen Energie für wirtschaftlichen Leerlauf, nur um die Konkurrenz im Grunde unnötig zu übertrumpfen? Muss es zu einem neuen Weltkrieg kommen, der alle wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts zerstören wird, damit nachher ein paar Überlebende mit dem gleichen Wahn wieder von vorne anfangen können? Ist es überhaupt sinnvoll, noch Kinder für eine solche Perspektive zu gebären?
Die Erde ist ein wunderbares Gebilde, aber die Menschheit hat keine Ruhe, bevor sie nicht mit Gewalt zerstört ist.“ Macht Euch die Erde untertan“, kann kaum einer göttlichen Eingebung entsprungen sein, denn in Kenntnis der menschlichen Natur – dieser sind auch die Führer des auserwählten Volkes unterworfen – handelte es sich um eine verhängnisvolle, wenn nicht grob fahrlässige Empfehlung an die Menschen; es sei denn, es gäbe noch viele andere ähnliche Himmelskörper, so dass der Verlust der Erde nicht bedeutungsvoll wäre.
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden
Information Schweiz
26.5.2007