Das Modethema Klimaerwärmung
Die Gründe für die Klimaerwärmung werden immer grotesker. Jetzt muss schon die zu grosse Distanz zum Ozean herhalten. Wenn man nach Ursachen für die Veränderung sucht, liegt es auf der Hand, in erster Linie alle Fakten aufzulisten und zu betrachten, die sich im letzten Jahrhundert geändert haben. Da muss doch dem Dümmsten auffallen, dass die Schweiz seit Jahrhunderten keinen cm verrutscht ist, d.h. seit der Jurameerzeit ist der Ozean dort, wo er sich heute noch befindet. Nebenbei bemerkt, ist es im Schnitt in Grossbritannien und Irland dank des Meeres wärmer als bei uns, obwohl diese Inseln viel nördlicher liegen.
Es gibt aber eine ganze Anzahl von Tatsachen, die ein wesentlicher Grund für eine direkte erhöhte Wärmeabgabe sind:
In meiner Schulzeit lernte ich noch, dass die Schweizer Bevölkerung 4 Mio. betrug. Das waren 100 Leute pro km2, was damals schon als viel betrachtet wurde, da ja rund die Hälfte der Fläche der Schweiz aus unbewohnbarem Gebirge besteht. Heute befinden in diesem Land mehr als doppelt so viele Einwohner, wobei die Grenzgänger und Besucher nicht inbegriffen sind. Jedes Individuum verbraucht Energie und stösst CO2 aus, einfach so ohne etwas zu tun.
Eine weitere Tatsache spielt noch eine weit grössere Rolle, nämlich dass jeder Motor und jeder Apparat die Energiedie er verbraucht zum grösseren Teil in Wärme umwandelt. Früher war Handarbeit trumpf, heute haben wir für jeden Handgriff einen Apparat: Telephone, Kühlschränke, Computer, Radio, Fernsehen, Haushaltmaschinen, Zahnbürsten etc. Ich war schon erwachsen, als meine Eltern einen Kühlschrank und ein Telefon anschafften. Kochherd, Bügeleisen, Radio und Staubsauger waren die einzigen Hilfsmittel. Alles andere ging von Hand.
Ein weiterer Punkt ist der beanspruchte Wohnraum. Es gab kaum Kinder, die für sich allein ein Zimmer beanspruchen konnten. Man lebte auf engem Raum. Heute brauchen wir viel mehr Platz, schon um all die Gerätschaften, die sich in einem Haushalt befinden, unterzubringen. In den Betrieben hatte nur der Chef ein eigenes Büro, alle andern sassen eng beieinander umgeben von klappernden Schreib- und Rechenmaschinen. Das bedeutet nichts anderes, als dass das ganze schweizerische Mittelland dicht überbaut werden musste, die Landwirtschaft wurde drastisch gestutzt und viele Gründflächen, die CO2 verbrauchten, sind verschwunden. Die Bergwelt ist derart touristisch erschlossen worden, dass sogar die Gletscher davonlaufen.
Schliesslich kommt der Anspruch auf Mobilität. Wer geht heute noch zu Fuss oder per Velo zur Arbeit. Man benützt Bahn, Tram oder Auto. Die Bahnen geben sehr viel Wärme ab. Da sind die Reibungswärme von Rädern und Schienen, die Motoren der Lokomotiven, die gekühlten oder beheizten Waggons. Man klagt immer nur die Autolenker an, die allein unterwegs sind. Weit schlimmer ist, wenn ganze Züge oder Autobusse mit ein paar wenigen Passagieren durch die Gegend fahren. Die Züge, die abends zwischen Olten und Basel verkehren, sind meistens fast leer. Die Stosszeiten erstrecken sich auf ein paar wenige Stunden pro Tag. Aber die Grünen möchten am liebsten, dass die leeren Züge im 15 min-Takt unterwegs wären.
All diese erwähnten Fakten – ich zählte nur einige wenige auf - bleiben von den „Klimawissenschaftlern“ unerwähnt. Nur was für neue Steuern und sonstige Abgaben spricht, wird hervorgehoben. Die wichtigste Wissenschaft, die zurzeit grassiert, ist: „Wie kann man den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen kann“. Man glaubt, dass die Schweizer/innen so blöd sind und alles schlucken, was wissenschaftlich verpackt ist. Damit wird nur ein Ziel erreicht. Man wird allem gegenüber skeptisch, was wissenschaftlich daher kommt. Die sogenannte geistige Elite manövriert sich selbst ins Abseits, vor allem die Doktoren und Professoren sind heute schon unglaubwürdig geworden. Von den Hochschulabgängern hat man oft den Eindruck, dass sie eher eine Hirnwäsche durchgemacht als das selbständige Denken gelernt hätten. Vielleicht sollte man ihnen die Computerspiele - im Fachjargon wissenschaftliche Statistik - wegnehmen, damit sie auf die Idee kämen, den Kopf für geistige Arbeiten zu gebrauchen.
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden
27.06.2007