Menschen, die ihre Kultur verlieren, bekämpfen sich
Kultur bedeutet für mich seine Umgebung empfinden, sich in ihr geborgen fühlen. Unter Umgebung verstehe ich die Natur, das Wasser, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen. Eine Umgebung, in der ich mich geborgen fühle, pflege ich, weil ich sie liebe. Sie ist mein Nest, das mir Wärme und Zufriedenheit gibt.
Pflanzen schlagen im eigentlichen Sinn des Wortes Wurzeln, die sie verankert. Da wo sie gedeihen, bleiben Sie. Zimmerpflanzen gehen ein, wenn man sie dauernd umstellt. Tiere sind auch sehr konservativ. Sie brauchen immer die gewohnte Umgebung. Selbst die Zugvögel ziehen immer wieder an den gleichen Ort zurück, sei es im Süden oder im Norden.
Sind wir Menschen wirklich anders? Ich glaube nicht. Da, wo wir gross geworden sind, zieht es uns immer wieder hin. Die natürliche Umgebung, das Klima, der geographische Standort prägen die Veranlagung der Menschen. Die Erde bewegt sich nicht überall gleich schnell und somit ist die Anziehungskraft zum Beispiel am Äquator anders als den Polen, denn Kraft ist Masse mal Beschleunigung. Ausserdem gibt es nichts statisches, weder auf der Erde noch in der Atmosphäre oder im All. Alle Materie besteht aus positiven und negativen Kräften, die sich anziehen oder abstossen und sich ständig in Bewegung befinden. Wir sind viel mehr verschiedensten Kräften ausgesetzt, als wir ahnen. Und diese Kräfte von der Erde selbst, aus der Atmosphäre, ja sogar aus dem All prägen jedes Individuum schon seit der Zeugung. Jeder Mensch hat seinen spezifischen Korb von Veranlagungen, die durch die Lebensweise und den Standort der Geburt und ursprünglichen Wohnort geprägt werden. Alle Lebewesen, auch wenn sie nur aus einer einzigen Zelle bestehen, sind an ihren geographischen und damit klimatischen Standort angepasst und müssen zusammenleben, sozusagen eine Symbiose bilden.
Ich frage mich, ist es somit sinnvoll, wenn wir Menschen aus ganz verschiedenen klimatischen Verhältnissen und Breitengraden, mit ganz anderen Denkweisen, ganz verschiedenen biologischen Voraussetzungen einfach so verpflanzen? Die Andersartigkeit, die andere Kultur ist kein Zufall, sie ist entstanden durch die natürliche Umgebung, durch die zahlreichen Kräfte die Einfluss nehmen.
Wenn sich Menschen aus anderen Kulturkreisen, die in Massen kommen und sich hier nicht assimilieren können oder wollen, bedeutet dies, dass sie sich hier nicht zu Hause fühlen. Sie wollen ihre Lebensart beibehalten und pflegen. Sie verhalten sich fremd und stören so zwangsläufig die neue Umgebung, so dass sich schliesslich weder die Einheimischen noch die Fremden wohl fühlen. Es kann auch zu Gesundheitsschäden aller führen, indem sowohl die Zuzüger wie die Einheimischen fremden krankmachenden Keimen erliegen können, weil die Immunsysteme zu verschieden sind. Ganz sicher ist, dass sich so die Menschen gegenseitig ihre Kulturen zerstören.
Die Schweiz ist ein Land, in dem 4 verschiedene Kulturen zusammenleben. Das stimmt, aber diese Kulturen haben sich kaum vermischt. Wir haben den Tessin, die Romandie, die rätoromanische und die deutsche Schweiz. Die Menschen sind zum grossen Teil in ihren angestammten Gebieten geblieben. Ich glaube nicht, dass so ein kleines Land wie die Schweiz auf Lange Sicht einen Kunterbunt von Kulturen beheimaten kann. Wir werden schliesslich alle entwurzelt sein und das kann zu Bürgerkrieg führen. Die angestammte Schweizer Bevölkerung wird so einen Krieg verlieren, weil wir viel zu wenig Kinder haben. Wir werden fremde im eigenen Land werden.
Der Globalisierung der Wirtschaft wird die politische folgen, und das macht die ganze Menschheit heimatlos. Der Dritte Weltkrieg ist schon angelaufen und wird den ganzen Erdball überziehen, wenn sich vor allem die europäischen Länder weiterhin so kopflos überrollen lassen. Die letzte grosse Völkerwanderung ging auch mit schrecklichen Kriegen einher. Die heutigen Waffen, werden mörderische Folgen für die ganze Natur dieser Erde haben. Diesbezüglich sind die Linken und Grünen wirklich mit Blindheit und Kopflosigkeit beschlagen.
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden
23.12.2006