Kollateralschäden der Erziehung der 68iger Generation
Wer erziehen will, muss nicht Bücher wälzen und graue Theorien auswendig lernen, sondern sich selbst so benehmen, wie man es vom Nachwuchs erwartet. Früher war Kritik an Erziehern jedwelcher Art verpönt. Man handelte sich damit in der Regel eine Ohrfeige ein.
Die 68iger Generation hat diese Gewohnheit mit der Umkrempelung der Gesellschaftsordnung abgeschafft und dabei vergessen, dass die logische Folge für die Erzieher eine eiserne Selbstdisziplin bedeutet. Wie kann ich sonst Kindern und Jugendlichen Vorschriften machen, die ich selber nicht beherzige? Wenn man in einer Gemeinschaft lebt, wie dies Menschen nun mal zu tun pflegen, müssen wohl oder übel gewisse Spielregeln gelten, sonst passiert das, was in letzter Zeit üblich geworden ist: Chaos, Radau und Verletzte nach Fussballspielen, 1.Mai-Feiern, Street Parade, bewilligte Partei-Demonstrationen, etc.
Für die moderne links/grüne Generation sind bekanntlich Völker- und Menschenrechte so wichtig, dass sie diese bei jeder Gelegenheit einfordern. Wie steht es um die Menschenrechte im eigenen Land, wenn als Folge der Fehlerziehung Kinder und Jugendliche gleich dreinschlagen und alles demolieren, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt? Frau Calmy-Rey sollten diese Szenen von Jugendlichen unter die Haut gehen, denn Sie ist ja Weltmeister im Belehren anderer Regierungen. Wäre es nicht an der Zeit, den Kindern ein richtiges Nest und Zeit zu geben. Offensichtlich können nicht beide Eltern im Berufsleben stehen und gleichzeitig für die Kinder Zeit haben. Eine Familie zu pflegen ist eine ganze Aufgabe nicht eine halbe. Das Modell der modernen Familie hat offensichtlich versagt. Mit der Verurteilung des Verhaltens ihrer Klientel in einem Pressecommuniqué können sich die Linken nicht reinwaschen. Da müssen schon Massnahmen her.
Es hat sich eingebürgert, dass nur ausgebildete Fachleute den gesunden Menschenverstand umsetzen können. Der Grund liegt auf der Hand. Die Klientel der Linken besteht vor allem aus überflüssigen Dienstleistern im Sozialbereich, die beschäftigt werden wollen. Ein Lieblingsthema sind Kinderkrippen. Haben sich die Eltern, die ihre Kinder einfach in einer Krippe deponieren, schon einmal überlegt, dass ihnen ihr Nachwuchs dereinst diese fachgerechte Erziehung vergelten könnten. Wenn diese Eltern nämlich alt werden und Unterstützung bräuchten, werden sie erbarmungslos in Altersheime abgeschoben und ihrem Schicksal überlassen. Mit den Alten läuft es dann halt genau gleich wie mit den Kindern. Der Staat soll für den lästigen Nachwuchs und die Alten, die nur hinderlich sind, sorgen.
Durch die Globalisierung wird der Existenzkampf der Betriebe immer härter, also kann man diese nicht endlos melken. Die Wirtschaft wird damit die soziale Verantwortung immer weniger wahrnehmen. Im Klartext heisst dies, dass der Staat immer mehr Kinderkrippen und Altersheime finanzieren muss. Woher nimmt er aber das nötige Kleingeld dazu. Es wird hierzulande so kommen wie in der übrigen EU. Im Sozial- und Pflegebereich muss an Personal- und Infrastruktur gespart werden. Wie es dann für Kinder und Alte aussieht, zeigen bereits zahlreiche Beispiele in der EU, vor allem auch in Deutschland. Es werden Medikamente abgegeben, um die Schützlinge ruhigzustellen. Kinder, die in einem solchen Umfeld aggressiv und sogenannt „hyperaktiv“ werden, füttert man mit dem bekannten Ritalin oder ähnlichem, andere werden depressiv und werden zu ewigen Konsumenten von Antidepressiva. Was des einen Leid ist, ist des andern Freude.
Sind das die Aussichten, die wir uns wünschen? Haben wir bereits das soziale Gefüge der Gesellschaft mit dem Wahn nach immer mehr Sozialstaat schon so zerstört, dass der/die einzelne nicht mehr in der Lage ist, sich sozial zu verhalten und den Gemeinschaftssinn zu pflegen? Es sind nicht nur Strassenschlachten, die zu denken geben, sondern auch der Missbrauch und die Ausbeutung der Menschen im Allgemeinen unter dem Deckmantel „sozial“.
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden