Ist das Zeitalter der Herrschaft der Psychologie vorbei?
Warum? Weil die Psychologen mit ihren Theorien auf der ganzen Linie versagt haben! Die Psychologie ist eine „Wissenschaft“, die auf der Interpretation von Erfahrungen beruht, die nicht beweisbar ist, sondern nur vermutet werden kann.
In der Praxis dient die Psychologie der Manipulation des menschlichen Verhaltens, was einer Vergewaltigung der Persönlichkeit gleichkommt. Die Psychologie legt fest, was normal oder asozial ist. Weil diese Begriffe immer nur relativ sein können, hat die Anwendung dieser „Wissenschaft“ das Potential für schwersten Missbrauch in gesellschaftspolitischer und pädagogischer Hinsicht.
Im Namen der Psychologie wurden alle Leitplanken der traditionellen Hierarchie – die gewiss in mancher Hinsicht zu starr waren – eingerissen und haben falsche Alternativen aufgezeigt. Unsere Ethik wurde zerstört, Hemmschwellen weggeräumt, die Menschen sind orientierungslos geworden. Die Heilsprediger der Psychologie haben sich mit Arroganz über die Naturgesetze hinweggesetzt, d.h. sie haben diese gar nicht zur Kenntnis genommen.
Der Geschlechtsverkehr dient nicht mehr der Fortpflanzung sondern nur noch dem Ausleben der Triebe, der sogenannten Selbstverwirklichung, was immer das heissen mag. Liebe, Treue, Sinn für Zusammengehörigkeit, für einander da sein sind auf der Strecke geblieben. Jeder ist sich selbst der Nächste, Neid und Egoismus muss man ausleben. Das Resultat sind u.a. Geburtenrückgang und Überalterung der Bevölkerung. Die Jugend hat keine Vorbilder mehr. Die Medien aller Art zeigen ihr Menschen als Bestien und die Eltern stehen ratlos im Strudel des Konsumrausches und haben ihren Nachkommen nichts mehr zu bieten. Mit Experten bestückte Tagesschulen und Tagesheime sollen es richten. Den Menschen will man das Heimatgefühl austreiben, sie entwurzeln und vorerst im Grossraumgebilde der EU zu manipulierbaren Europäern machen.
Der Mensch ist ein soziales Wesen, das wie Säugetiere, die in Rudel leben, soziale Strukturen braucht. Es braucht Rudelführer, die Spielregeln vorgeben und dafür sorgen, dass diese eingehalten werden. Je kleiner die Rudel sind, desto differenzierter können diese Spielregen ausgestaltet sein, desto demokratischer können sie gestaltet werden. Je grösser die Rudel sind, desto kleiner wird der Spielraum für die einzelnen Mitglieder. Es braucht eine striktere Rangordnung, die auch überwacht werden muss. Wenn das Rudel immer grösser wird, endet die Ordnung in der Diktatur oder im Chaos. Die einen haben dann alles und die andern nichts oder viel zu wenig.
Was ist aus dieser Tatsache zu folgern? Gigantomanie endet im Untergang ganzer Völker bzw. Kulturen. Kein Reich, das gross wurde konnte je bestehen, der Beispiele gibt es viele: Aegypter, Perser, Griechen, Römer, Briten, Franzosen (Napoleon), Holländer, Spanier, Deutsche. Bleiben wir klein, unabhängig und bescheiden, mischen wir uns nicht in Grossmachtpolitik ein, sonst werden wir ausgebeutet und zerrieben. Wollen wir das?
Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden
31.03.2007